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VNPS-Tagung und 40. Generalversammlung 2006 in Lugano |
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Zur Fachtagung und 40. GV des VNPS 2006 traf sich eine kleine aber interessierte und engagierte Gruppe im Tessin. Wie 2005 schon geplant, aber von Unwettern verunmöglicht, konnte nun dieses Jahr der Besuch bei unserem neuen Kollektivmitglied, dem Museo cantonale di storia naturale in Lugano nachgeholt werden. Das Museum in Lugano blickt auf eine bald 200-jährige Geschichte zurück und ist zur Zeit mit seinen Ausstellungen und seiner Forschungstätigkeit, als einziges Bio- und Paläowissenschaftliches Institut des Kantons Tessin, in einer Schulanlage der Stadt Lugano zu Gast. Es bestehen Pläne in näherer Zukunft zusammen mit der Archäologie ein neues, eigenes Gebäude zu beziehen.
Vom Direktor des Museum Filippo Rampazzi wurde wir herzlich empfangen und während unserer zwei Arbeitstagen von ihm und seinen MitarbeiterInnen bestens betreut und umsorgt – „Grazie mille ai nostri amici ticinesi“!
Die Generalversammlung stand ganz im Zeichen eines gewichtigen ausbildungspolitischen Vorhabens. Noch immer sehen wir uns in der Schweiz mit der Situation konfrontiert, dass der Präparatorenberuf nicht staatlich anerkannt ist. Unter diesen Umständen wird es, trotz intensiven Bemühungen der VNPS-Ausbildungskommission die Ausbildung fachlich laufend zu verbessern, immer schwieriger im heutigen bildungspolitischen Umfeld Ausbildung zu betreiben. Vor allem ist die Situation für junge Berufsleute, nach 4-jähriger Ausbildungszeit ohne staatliche Anerkennung dazustehen, sehr unbefriedigenden. Vorstand und AK haben nach erneuten Absprache mit dem BBT (zuständige Behörde des Bundes) mit der Berufsschule in Wien/Österreich Kontakt aufgenommen, um zu prüfen, ob allenfalls durch die Zusammenarbeit mit dieser Ausbildungsstätte im Ausland, über den Weg einer „Gleichwertigkeitsanerkennung“, Präparatoren-Ausbildungen in Schweizer Betrieben staatlich anerkannt werden könnten. Vorgespräche in Wien und mit der Behörde in der Schweiz verliefen so Erfolg versprechend, dass Vorstand und AK der GV den Antrag vorlegen konnten, konkrete Vertragsverhandlungen mit der Schule in Wien aufzunehmen und die die nötigen Anpassungen des VNPS-Ausbildungsreglements vorzubereiten. Der Antrag wurde nach eingehender Information und engagierter Diskussion einstimmig angenommen und damit dem Vorstand und der AK der Auftrag zur entsprechenden Weiterarbeit gegeben.
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Gruppenbild mit Zeichnungslehrer |
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Die GV konnte den Bericht der erfolgreich abgeschlossenen Lehrabschlussprüfung von Rahel Felber im Naturhistorischen Museum der Burgergemeinde Bern und den Beginn von zwei neuen Lehrverhältnissen in Corminboef (FR) und im Museum Bern zur Kenntnis nehmen.
Weiter konnten von Martin Troxler als Präsident der Ausbildungskommission, nach nunmehr 4-jähriger Arbeit, die Theorie-Unterlagen für die Grundausbildung „zoologische Fachrichtung“ präsentiert werden. In den 6 Ordnern sind alle Theorie-Kenntnisse, wie sie vermittelt werden müssen – in Lektionen aufgeteilt und mit Merkblättern, zusätzlichen Unterlagen und Literaturangaben versehen – übersichtlich zusammengestellt. Damit wissen die Lehrlinge und die AusbildnerInnen jederzeit was - wie zu lernen und zu vermitteln ist und diese Inhalte können sinnvoll in die jeweiligen Lehrpläne eingebaut werden.
Analog zum VDP empfiehlt auch der VNPS-Vorstand seinen Mitgliedern sich bei der Kennzeichnung von Präparaten geschützter Tierarten mit der neuen Transpondertechnologie auseinanderzusetzen. Philipp Bauer (Bauer Handels GmbH, www.taxidermy.ch) stellt die Technik vor und wird Transponder und Lesegeräte in sein Lieferprogramm aufnehmen.
Alle 5 bisherigen Vorstandsmitglieder stellen sich für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung, so dass das Traktandum „Wahlen“ speditiv abgewickelt werden konnte.
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Die Strecke wird verblasen |
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Auch im Fachteil der Tagung am Freitag wurde von den TeilnehmerInnen mit dem Tierzeichner und Zeichnungslehrer Florentin Meyer aus Basel ein „heisses Eisen“ angepackt! - wer kennt sie nicht – die gestalterischen Probleme beim Planen und Umsetzten eines Präparates/einer Dermoplastik? Wir berufen uns in unserem Berufsverständnis zwar gerne auf bekannte Vorbilder um Hermann ter Mer oder den Schweizer Zollikofer - sind uns aber dabei, von einzelnen Ausnahmen abgesehen, unserer gestalterischen, vor allem auch zeichnerischen Unbeholfenheit sehr wohl bewusst. Die herrschende Hektik und Vielschichtigkeit im Präparatorium lässt eine fundierte und trainierte gestalterische Auseinandersetzung oft nicht in dem Masse zu, wie wir uns das wünschten.
Am Vormittag wurde, nach einigen “zeichnerischen Aufwärmübungen“ versucht anhand von „gefrorenen“ Bildern einer Videosequenz eines gehenden Rehs die Schrittabfolge in 5 „12-Minuten-Skizzen“ zu erfassen. Wie sieht die Schrittfolge im Detail aus? - was geschieht dabei mit der Schulter, dem Hals dem Rücken und dem Becken? - Nach einer kurzen Mittagspause ging es dann daran, sich mit Graphit-Pulver, Knetgummi, Radierstift und Bleistiftschraffuren von der linearen Darstellung zu lösen um die Modellierung des Tierkörpers als räumliche Erscheinung zu erfassen. – spätestens beim Versuch dabei die Tiergestalt auch in Verkürzungen darzustellen, sind wohl auch die Geübteren der Gruppe an ihre Grenzen gestossen.
Zurück bleibt sicher bei allen TeilnehmerInnnen vor allem das intensive Erlebnis wieder einmal ganz bewusst hingeschaut zu haben …und wohl da und dort der Vorsatz solche Übungen gelegentlich zu wiederholen…
Florentin Meyer (www.drawmotion.ch), Zeichnungslehrer und Illustrator, der sich auf die Darstellung von Tieren in Bewegung und Bewegungsabläufen ganz allgemein spezialisiert hat, sei an dieser Stelle ganz herzlich für seinen speziell für uns zusammengestelltem Workshop gedankt.
Die nächste VNPS-Fachtagung und 41. GV 2007 wird am 19. und 20. Oktober 2007 in Basel stattfinden
Christoph Meier / 18. 09. 2006
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Zwei Serien der BewegungsablaufSkizzen |
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