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Fachtagung des VNPS in Chur am 17.10.2008 |
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Am 17.10.2008 fand die Fachtagung des VNPS im schweizerischen Chur statt. Das Bündner Naturkundemuseum lud den Verband erneut dazu ein, eine Tagung in seinen Räumen durchzuführen. Erfreulicherweise kamen die Mitglieder des VNPS dieser Einladung auch in grosser Zahl nach.
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Die Fachtagung fand zu dem hoch aktuellen Thema PEG-Präparation statt. Als Einstieg erzählte Sirpa Kurz vom Naturhistorischen Museum der Burgergemeinde Bern von ihren Erfahrungen und Schwierigkeiten bei den ersten PEG-Versuchen. Um ihre Ergebnisse zu veranschaulichen brachte sie verschiedene, auch misslungene, Objekte mit.
Um eine gute Ausgangslage für Diskussionen zu bieten, brachte Ulrich Schneppat vom Bündner Naturmuseum einen historischen Abriss der PEG-Thematik. Er berichtete von den Anfängen bis zum heutigen Stand und erläuterte seine persönliche Vorgehensweise.
Darauf folgte eine ausführliche Beschreibung der PEG-Techniken durch Yvonne Fritzsche-Nehls. Sie zeigte auf, welche Wege gangbar sind und welche Vor- und Nachteile die jeweilige Methode bietet.
Als Abrundung berichtete Susanne Henßen am Beispiel eines Mammutzahns von ihren Erfahrungen mit PEG in der Paläontologie, ihrem Fachgebiet.
Zwischen den jeweiligen Vorträgen gab es Zeit, Fragen zu stellen und die Inhalte zu diskutieren. Die rege Teilnahme an den Diskussionen zeigt, dass die PEG-Technik, auf breites Interesse stösst.
Die Referenten beantworteten die Fragen sehr praxisbezogen, selbstkritisch und kompetent. Auch Zuhörer, die bereits Erfahrungen mit PEG gemacht hatten, bereicherten mit ihrem Wissen die Diskussion.
Zum Thema PEG wurde eine kleine Ausstellung eingerichtet, die auch als Anstoss und Anschauungsmaterial für Diskussionen diente. Durch die Vielfalt der Objekte, die vom PEG-imprägnierten Hirschohr bis zur Zwergspitzmaus reichten, wurde gezeigt, welches erstaunliche Potential in dieser Technik steckt.
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Rene Heim vom Naturmuseum Luzern berichtete über die neusten Entwicklungen in der Nacktschneckenforschung. Durch seine Begeisterung und sein hervorragendes und spektakuläres Bildmaterial gelang es ihm, die Zuhörer für dieses doch nicht so geläufige Thema zu fesseln. Er wurde sogar dazu aufgefordert, nach dem offiziellen Tagungsprogramm noch mehr Material zu präsentieren, was er dann auch gerne tat.
Um den Austausch unter den Berufskollegen anzuregen, lud der VNPS an dieser Tagung wieder einmal zu einer Werkschau ein. So stellten einige Teilnehmer der diesjährigen Präparationsweltmeisterschaften, aber auch andere, die etwas Spezielles zu zeigen hatten, ihre Arbeiten aus.
Nach einer Begrüssung durch den Direktor des Bündner Naturmuseums, Dr. Jürg Paul Müller, führte Ulrich Schneppat die Teilnehmer durch die Ausstellung des Museums.
Nach dem Abendessen berichtete Dr. Müller über die Forschungsarbeiten des Bündner Naturmuseums. Dabei legte er den Schwerpunkt auf Projekte über Kleinsäugetiere, insbesondere Mäuse und Spitzmäuse, da er an diesen selber beteiligt ist.
Auch zu diesem Beitrag wurden wieder rege Fragen gestellt, die Herr Dr. Müller gerne und ausführlich beantwortete.
Es ist den Organisatoren voll und ganz gelungen, eine Tagung zusammenzustellen, die allen Ansprüchen gerecht wurde. Sowohl freischaffende wie auch in Museen arbeitende Kollegen kamen ganz auf ihre Kosten.
Am folgenden Tag fand die 42. Generalversammlung des VNPS statt.
Der Vorstand präsentierte das neu erarbeitete und auf die neue Ausbildungssituation in der Schweiz angepasste Ausbildungsreglement, das diskutiert und von der GV bestätigt wurde. Die Mitglieder interessieren sich für das Thema Ausbildung und nehmen es sehr ernst.
Nach langjähriger Vorstandsarbeit trat Rene Heim als Sekretär zurück und Lorenzo Vinciguerra wurde an seiner Stelle ins Amt gewählt. Auch Peter Niederklopfer trat als Beisitzer zurück und wurde durch Sabrina Beutler im Amt ersetzt.
Der Vorstand ruft die Mitglieder auf, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, was sie von einem Berufsverband erwarten und sich an dessen Gestaltung aktiv zu beteiligen.
Sowohl die Tagung als auch die Generalversammlung wurden von Christoph Meier zielsicher und umsichtig geleitet und war für alle Beteiligten ein Erfolg.
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